Outdoor Branding Neuland Hambach

Modulare Inszenierung einer Transformationslandschaft

Auftraggeber

Neuland Hambach GmbH

Zeitraum

2024 bis 2025

Leistungen

Szenografie

Entwurfsplanung

Grafikdesign

Projektmanangement

Marke im Raum

Möbeldesign

Webseite

Challenge:

Das Ende des Braunkohleabbaus im Tagebau Hambach ist beschlossene Sache. Im Zuge einer landschaftlichen Transformation wird die Tagebaugrube ab 2030 in eine Seenlandschaft verwandelt. Etwa 60 Jahre dauert die Befüllung mit Rheinwasser auf dieser größten Landschaftsbaustelle Europas. Unsere Aufgabe war die Entwicklung einer aufmerksamkeitsstarken Außendarstellung, die Erstellung eines Gestaltungskatalogs sowie die Planung von Entwürfen für Informationsvermittlung und Möblierung.

Outcome:

Bei der Entwicklung von räumlichen Gestaltungsrichtlinien wird der Identität des Neuland Hambach als ehemaliger Tagebaulandschaft Rechnung getragen. Das Outdoor-Branding zieht sich wie ein roter Faden durch das Projektgebiet. Es wirkt verbindend und identitätsstiftend, jedoch keinesfalls altbacken oder gar nostalgisch.

Die Designsprache ist progressiv, vermittelt Aufbruch und Innovation. Sie unterstreicht damit die Dynamik einer Transformationslandschaft, die ständig in Bewegung ist, sowie den Anspruch des Neuland Hambach als Zukunftsmodell einer Region, welche sich den Herausforderungen der Zeit stellt und daran wächst. Die Gestaltungsrichtlinien für die Kommunikation im Raum zahlen damit auf das Narrativ und den Claim des Neuland Hambach als „Gegend aller Erwartungen“ ein und unterstützen deren transformativen Charakter.

Zudem trägt das Outdoor-Branding als verbindendes Element dazu bei, Orte und Menschen nach Jahren der räumlichen Trennung sichtbar wieder miteinander zu verbinden. Es schafft visuell eine Zugehörigkeit zu einem gemeinsamen Lebens- und Zukunftsraum. Es wirkt einladend und inklusiv durch eine adressatengerechte Zielgruppenansprache und weitgehende Barrierefreiheit.

Im Rahmen des Outdoor-Brandings werden die gesamte Informationsvermittlung, Orientierung, Infrastruktur und Möblierung im Projektgebiet sowohl modular als auch skalierbar gestaltet. Dynamik schlägt Stillstand. Das gilt zum einen für die Designsprache, die dem Aspekt einer sich andauernd verändernden Landschaft Rechnung trägt. Zugleich gilt diese Prämisse auch für die technische Umsetzung. Möblierung und Service-Infrastruktur ermöglichen eindrückliches Verweilen an ausgewählten Orten und machen die Transformationslandschaft erlebbar. Die einzelnen Elemente/Module sorgen für maximale Flexibilität in Bezug auf die sich ständig ändernden naturräumlichen Rahmenbedingungen, wie der „wandernden“ Tagebaukante und steigenden Füllständen des Sees. Zugleich trägt ein modulares und flexibles System auch dem variierenden Platzangebot an unterschiedlichen POIs Rechnung.

Beim Outdoor-Branding kommt ein nachhaltiger Ansatz zum Tragen. Dies gilt für die Entwicklung von Infrastruktur ebenso wie in Bezug auf deren Pflegbarkeit, Anpassungsfähigkeit und Möglichkeiten der Erweiterung. Ebenso für eine ressourcensparende und emissionsarme Produktionsweise.

Hinweis: Die Darstellungen sind Momentaufnahmen aus dem Entwurfsprozess und werden nur teilweise umgesetzt.

No items found.