Touristische Positionierung Europäischer Kulturpark

Grenzüberschreitendes touristisches Positionierungskonzept mit disruptiven Big Points

Auftraggeber

Verein VITA FUTURA Bliesbruck-Reinheim

Zeitraum

2023 bis 2025

Leistungen

Standortanalyse

Touristische Analyse

Positionierungsstrategie

Tourismuskonzeption

Gastronomieentwicklung

Maßnahmenplanung

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Zweisprachige Zusammenarbeit

Challenge:

Seit mehreren Jahrzehnten begeistert der Europäische Kulturpark Besucher:innen mit seinen einzigartigen archäologischen Schätzen. Als grenzüberschreitendes Projekt mit Anteilen in Frankreich und Deutschland bietet er besondere Chancen – zugleich ergeben sich daraus spezifische Herausforderungen. Die bisherige inkrementelle Weiterentwicklung des Parks stößt an ihre Grenzen. Ein neuer Ansatz war erforderlich: Bestehende Strukturen sollten überdacht, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit institutionalisiert und ein breiteres Publikum angesprochen werden, um die Besucherzahlen deutlich zu steigern. Unsere Aufgabe: die Erstellung eines umfassenden Positionierungskonzepts für den Europäischen Kulturpark.

Outcome:

Das Projekt startete mit einer intensiven Begehung des gesamten Geländes gemeinsam mit lokalen Expert:innen sowie einem Kick-Off vor Ort mit der deutsch-französischen Steuerungsgruppe. Die Standortanalyse baute auf der hervorragenden Vorarbeit des Vereins VITA FUTURA auf und wurde durch eine Einzugsgebietsanalyse ergänzt, die wertvolle Erkenntnisse lieferte.

Die Nachfrageanalyse setzte aktuelle touristische und gesellschaftliche Trends in Bezug zum vorhandenen Angebot und mündete in eine SWOT-Analyse (Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken). Gemeinsam mit der Steuerungsgruppe entwickelten wir ein ganzheitliches touristisches Zielsystem: Vision, Mission, zwei übergreifende Leitlinien, vier Entwicklungsziele und daraus abgeleitete Strategien. Die Zielgruppen leiteten wir direkt aus den übergeordneten Marketingorganisationen (DMOs) ab.

Um neue Impulse zu setzen, behielten wir dabei stets den „Blick von außen“ und entwickelten strategisch besonders wichtige, teils disruptive Maßnahmen – sogenannte Big Points. Dazu gehörten u. a. die Verlegung des Parkeingangs mit Neubau eines Visitor Centres, die Umnutzung bestehender Gebäude, ein komplett neues, grenzüberschreitendes Kassensystem in Form eines Punktesystems sowie ein grundlegend neu konzipiertes Gastronomieangebot. Diese Big Points wurden frühzeitig mit der politischen Entscheidungsebene in beiden Ländern abgestimmt, bevor die konkrete Maßnahmenplanung mit der Steuerungsgruppe erfolgte – gestützt auf zahlreiche internationale Best Practices.

Das Ergebnis: ein politisch gewolltes, von allen Partner:innen getragenes Positionierungskonzept in deutscher und französischer Sprache. Es umfasst Sofortmaßnahmen, mittelfristige Projekte und langfristige Entwicklungsschritte. Die Umsetzung ist klar strukturiert und erfolgt nun schrittweise.

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